Yoga

Yoga ist eine vor mehreren tausend Jahren in Indien entstandene Lehre, die das Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele zur Grundlage hat. Sie stellt in ihrer Basisform eine Lebenseinstellung dar, die Gesundheit herstellen, fördern und erhalten soll und die Erweiterung des Bewusstseins und der eigenen Fähigkeiten zum Ziel hat.

Yoga ist  in der westlichen Welt vor allem durch Körperübungen bekannt. Die indische Lehre beinhaltet darüber hinaus Atem- und Meditationsübungen, die Konzentration, Selbstwahrnehmung und –kontrolle fördern sollen.
Die Yogastellungen (Asanas) dehnen, stärken und stabilisieren den Körper. Sie bauen so aufeinander auf, dass der Körper anfangs durch sanfte Dehnungen aufgewärmt wird und sich dann nach und nach an die Anforderungen gewöhnen und anpassen  kann.
Durch die Atemübungen (Pranayamas)  werden die Lungen gekräftigt  und eine gesunde Herztätigkeit gefördert.
Yoga stärkt zudem Stressresistenz, Ausgeglichenheit und Ruhe. Durch die Meditationen wird der Geist und somit die mentale Leistungsfähigkeit, Konzentration und Klarheit gefördert.

Jüngste Studien belegen diese Annahmen. Es konnte konstatiert werden, dass Yoga im Vergleich zu anderen Verfahren (wie Aerobic, Krafttraining oder Dehnübungen) bezüglich der Linderung von Rückenschmerzen und Hypertonie positivere und signifikantere Effekte erzeugt: Die Flexibilität der Wirbelsäule stieg an, die Schmerzintensität sank, die Muskulatur wurde gestärkt , systolische und diastolische Blutdrucksenkungen traten ein und die Probanden pflegten einen achtsameren Umgang mit ihrem Körper. Mediziner mutmaßen, dass diese vergleichsweise besseren Ergebnisse auf das ganzheitliche Konzept, sprich die Kombination aus physischem und geistigem Training (von Körper-, Atem-, Entspannungs-und Mediationsübungen), zurückzuführen sind.
Zusätzliche Untersuchungen belegen, dass die Durchführung dieser fernöstlichen Lehre sich positiv auf die Entspannungs- und Erholungsfähigkeit sowie auf die Selbstwirksamkeit auswirkt. Auch ein Rückgang der Ängstlichkeit, Belastung und Depressivität wurde gemessen.
Die meditativen Übungen bewirken im Speziellen einen Zuwachs des cerebralen Cortexes( vor allem in der rechten Hemisphäre, d.h. es werden hauptsächlich sensorische, kognitive und emotionale Vorgänge positiv verändert).

 

Der Einstieg durch einen Kurs ist ratsam, da auf viele Kleinigkeiten geachtet werden muss, damit die Übungen möglichst effektiv ausgeführt werden können.
Um Ihnen einen ersten Eindruck zu verschaffen sind im Folgenden ein paar Übungen (Asanas) aufgeführt.
Bitte beachten Sie, dass die Übungen immer nur im Rahmen Ihrer Beweglichkeit ausgeführt werden sollten und die abgebildeten Stellungen nicht unbedingt erreicht werden müssen. Führen Sie nur Übungen durch, in denen Sie sich wohl fühlen und dehnen Sie sich nur so weit, wie es Ihnen gut tut.