v. Harrison, R.: „Misfit-Modell” (1978)

Nach Harrison entsteht immer dann Stress, wenn die Fähigkeiten des Individuums nicht mit den Anforderungen übereinstimmen(=to misfit), also ein Ungleichgewicht zwischen Belastung und Bewältigungsmöglichkeiten besteht bzw. eine Divergenz zwischen den Möglichkeiten einer Arbeitssituation und den Motiven des Individuums auftritt.
Harrison konzentrierte sich auf das Individuum und dessen Einfluss auf Stress. Die Anforderungen kennzeichnen sich nicht mehr nur  durch externe Faktoren, auch Bedürfnisse und das Misslingen deren Befriedigung werden als Stressoren bezeichnet.
Weiter unterscheidet Harrison die  objektive (tatsächliche) und die subjektive (wahrgenommene) Umwelt. Damit soll erklärt werden, dass die Reaktion oftmals nicht den tatsächlichen Anforderungen entspricht, aber eine Reaktion darauf ist, wie die Anforderungen wahrgenommen werden (z.B. übertriebene Selbstzweifel, Unsicherheit). Dieses Konzept gestaltet sich sehr universell, zumal über die jeweils individuell gewählten Bewältigungskonzepte im Speziellen nichts ausgesagt wird.