Holmes, T.H.; Rahe, R.H.: Life-Event-Theorie (1967)

Die Life-Event-Theorie besagt, dass es bestimmte Ereignisse im Leben gibt, die bei jedem Stress auslösen und zu Krankheiten führen können, wenn sie sehr gehäuft auftreten. 
1967 ließen Holmes und Rahe 400 Probanden 43 Ereignisse in ihrem Stressausmaß bewerten. Aus dem Arithmetischen Mittel des Bewertungen wurde eine Liste der Lebensereignisse mit dazugehörigem Stressausmaß erstellt, die LCU-Skala (Life Change Units).
Die Skala dient der Ermittlung des eigenen Stresslevels. Wenn man innerhalb eines Jahres über 300 Stresspunkte erreicht, so sind die Anpassungsmöglichkeiten laut Holmes und Rahe überschritten.

Ereignis Stresspunkte
Tod des Ehegatten 100
Scheidung 73
Trennung von Ehegatten 65
Gefängnisstrafe 63
Tod eines engen Familienmitglieds 63
Unfall oder Krankheit 53
Heirat 50
fristlose Entlassung – Arbeitslosigkeit 47
Versöhnung mit Ehegatten 45
Pensionierung 45
Erkrankung eines Familienmitglieds 44
Schwangerschaft 40
Sexuelle Schwierigkeiten 39
Familienzuwachs 39
geschäftliche Veränderung 39
Veränderung der finanziellen Situation 38
Tod eines engen Freundes 37
Umschulung 36
Änderung der Streitfrequenz mit Ehegatten 35
Hypothek oder Kredit über 7000€ 31
Zwangsvollstreckung oder Lohnpfändung 30
Änderung des beruflichen Verantwortungsbereichs 29
Sohn oder Tochter verlassen das elterliche Heim 29
Probleme mit angeheirateten Verwandten 29
hervorragende persönliche Leistung 28
Ehegatte beginnt oder beendet Arbeit 26
Anfang oder Beendigung einer Schule 26
Änderung der Lebensbedingungen 25
Korrektur von Gewohnheiten 24
Probleme mit Vorgesetzten 23
Änderung der Arbeitszeit oder Arbeitsbedingungen 20
Wohnungswechsel 20
Schulwechsel 20
Änderung der Freizeitgewohnheiten 19
Änderung der religiösen Aktivitäten 19
Änderung der sozialen Aktivitäten 18
Hypothek oder Kredit unter 7000€ 17
Änderung der Schlafgewohnheiten 16
Änderung der Anzahl der Familienzusammenkünfte  15
Änderung der Essgewohnheiten 15
Urlaub 13
Weihnachten 12
geringfügige Gesetzesüberschreitungen 11